Ein Geschenk, das von Herzen kommt! (12.21)

Schaufenster Maria auf dem Esel (Andi Fuhrer)

Nun kenne ich endlich auch den Namen der amerikanischen First Lady: Dank ihren 78‘750 Weihnachtslichtern und den 41 Christbäumen, die Jill Biden im Weissen Haus hat aufstellen lassen unter dem Motto „Geschenke, die von Herzen kommen“. Sie meinte damit wohl insbesondere die Trumps, welche sie goldgerahmt an einem der Bäume aufhängen liess. 

Während ich diese Zeilen schreibe, kam gerade Moïse vorbei. Er ist arbeitslos und ohne Aufenthaltsbewilligung und schaut ab und zu in der Factory vorbei. Er hat selber nichts mehr zu essen und würde gerne seinem zweijährigen Neffen etwas zu Weihnachten schenken (Er sah gerade in der Migros ein Body für 24 Franken). Ich habe ihm einen guten, süssen Kaffee offeriert und einen Zustupf für sein Weihnachtsgeschenk gegeben. Oder hätte es ihm vielleicht mehr Freude gemacht, wenn ich von Herzen meine eigene Wohnung mit ein paar Dutzend Weihnachtsbäumen dekoriert hätte? 

Apropos Dekoration: Wir haben gerade unser Schaufenster neu dekoriert. Eine schwangere Frau reitet auf einem Esel die Bruchstrasse hinunter. Heute erkennt sie jeder. Aber als Maria damals an der ersten Weihnacht müde in Bethlehem ankam, nahm sie kaum jemand zur Kenntnis. Dabei trug sie immerhin das „Licht der Welt“ in ihrem Bauch. 

Wenn Gott uns Menschen ein Geschenk von Herzen macht, braucht er keine Girlanden und Tausende von Blinklichtern in seinem eigenen Palast. Er kann eine unbekannte, arme Fremde mit einem unehelichen Kind brauchen, um selber in diese Welt geboren zu werden. So kann er uns persönlich da nahe sein, wo wir sind: mitten im irdischen und alltäglichen Leben mit seinen Leiden und Freuden. 

Was tun Sie, wenn Sie jemanden von Herzen beschenken möchten? 

Mit weihnachtlichen Grüssen, die von Herzen kommen

Andi Fuhrer

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