The Creator has a Master Plan (04/05-2026)

Deutsch

The Creator has a Master Plan
peace and happiness for every man
The creator has a working plan
peace and happiness for every man
The creator makes but one demand
happiness through all the land

Der Schöpfer hat einen Masterplan:
Friede und Glück für Jedermann
Der Schöpfer hat einen Arbeitsplan:
Friede und Glück für Jedermann
Der Schöpfer stellt nur eine Forderung auf:
Glück soll sein im ganzen Land

Ich durfte anfangs Mai an einem Anlass der Uni Genf teilnehmen zum Thema «When Theology and Jazz meet». Eine der Gastdozentinnen sprach über das oben zitierte Stück «The Creator Has a Master Plan» des Saxophonisten Pharaoh Sanders. Auf der langen Heimfahrt nach Luzern hatte ich Zeit, das ganze Stück anzuhören. Es dauert fast 40 Minuten, und man muss es auf sich wirken lassen können. 

Die Aufnahme beginnt mit einer hymnischen Stimmung. Sanders erinnert mit seinem Saxophon an John Coltrane, der ihn sowohl musikalisch wie spirituell prägte. Das Stück entwickelt sich, bis nach acht Minuten der Gesang einsetzt mit dem zitierten Text. 

Danach wird die Musik immer wilder und improvisierter. Sie steigert sich in eine hochenergetische, ja fast frenetische Free-Jazz-Climax, wo es keine harmonische Struktur mehr gibt. Auf mich wirkt es rastlos, getrieben, schreiend, vollkommen übersteuert. Die Intensität ist schwer auszuhalten. Erst vier Minuten vor Schluss findet das Stück zurück zu einer Ruhe und das Thema wird nochmals aufgenommen. 

Das Werk entstand 1969, in einer Zeit der gesellschaftlichen Spannungen, des Umbruchs und der Unsicherheit. Pharaoh Sanders‘ Musik war eine persönliche Auseinandersetzung mit den chaotischen Wirren seiner Zeit und insbesondere eine Reaktion auf den Vietnamkrieg. Dieses herausfordernde Musikstück drückt den Widerspruch aus zwischen einer Welt voll Leid und Ungerechtigkeit und diesem göttlichen Masterplan: Es ist der Wille des Schöpfers, dass jeder in Glück und Frieden lebt. 

Dies ist mehr als nur ein naiver Traum einer Peace-and-Love-Ikone. Gott selbst formuliert diesen Wunsch in der Bibel immer wieder. Und zwar genauso wie in Sanders‘ Musik: bewusst platziert im Kontrast der Welt, wenn sie am finstersten erscheint. Dann, wenn wir es besonders nötig haben, erinnert uns Gott daran: Schau, dieses Leid habe ich weder gewollt noch verursacht. 

Im Buch Jeremia (Kp. 29 V. 11) formuliert er es wie folgt: Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt! Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich, der HERR. Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden.

Zurück zu Pharao Sanders. Seine Liedzeilen enden so: 

Der Schöpfer stellt nur eine Forderung auf: Glück soll sein im ganzen Land.

Gottes Plan nimmt uns mit in die Verantwortung. Für das allermeiste Leid in deser Welt kann ich nichts. Dennoch bleibt es hausgemacht von uns Menschen. Da stehen wir alle in der Pflicht, bei uns anzufangen. Jesus hat es ganz ähnlich und genauso provozierend einfach formuliert: Ich gebe Euch nur ein Gebot, in dem alles zusammenfasst wird: Liebt einander. 

Dies ist ein guter Start zur Umsetzung dieses Masterplans. 

Liebe Grüsse